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Unsere Rebsorten

Concordia

Concordia ist eine rote Direktträger-Rebsorte, welche starkwüchsig ist und aufgrund ihrer Resistenz gegen Pilzkrankheiten und Toleranz gegen Fröste von der Familie Velechovsky als Pionier Rebsorte ausgewählt wurde. Das die Concordiacsandige Böden bevorzugt kommt den geographischen Gegebenheiten des Nussböckgutes mit seinen tiefgründigen Lössböden optimal entgegen.

Einzig der Ertrag dieser speziellen Rebsorte mag nicht mt den kultivierten Hochleistungssorten vergleichbar sein, doch die Familie Velechovsky hatte schon immer ein Auge für die seltenen, jedoch herausragenden Dinge des Lebens. Mit viel Fleiß werden nun seit 2003 am Nussböckgut aus dieser Traube Spitzenprodukte für den Kenner erzeugt.

Die Weine haben eine hellrubinrote Farbe, sind astringent und haben einen beherrschenden anmutenden Walderdbeergeschmack. Aber überzeugen Sie sich selbst und probieren Sie eines unserer Produkte

Weißburgunder - Pinot Blanc

Die international weit verbreitete Sorte – übrigens das jüngste Mitglied der verzweigten Burgunderfamilie – kennzeichnet ein elegantes, oft zurückhaltendes Bukett sowie eine reife Säurestruktur.

Der Weißburgunder wird gelegentlich auch im kleinen Eichenfass (Barrique) mit biologischem Säureabbau vinifiziert. Im Weingarten stellt er hohe Boden- und Lageansprüche. Im Vergleich zum Chardonnay neigt der Weißburgunder zu einem stärkeren Botrytisbefall, da er kompaktere Trauben als Chardonnay besitzt.

Nur in guten Lagen liefert die Sorte höchste Qualität. Junge Weine zeigen sich blumig mit pikanter Säure, gereifte Weine entwickeln einen Geschmack nach Brot und Nüssen. Der Weinausbau erfolgt langsam und die höchste Qualität wird erst nach längerer Flaschenreife erreicht.

Die Traube

Historische Herkunft und Bedeutung

CONCORD - Eine Rebsorte mit großer historischer Bedeutung*

Gemäß DNA-Analysen handelt es sich um eine vermutlich natürliche Kreuzung zwischen einer Sorte der Spezies Vitis labrusca mit einer unbekannten europäischen Sorte der Spezies Vitis vinifera. Der als „Father of the Concord Grape“ bezeichnete Ephraim Wales Bull (1806-1895) setzte 1843 in der Stadt Concord in Massachusetts die Kerne einer Wildrebe aus und vermehrte diese auf 22.000 Stecklinge.

Daraus wählte er bis 1849 einen einzigen Rebstock aus. Diesen vermehrte und selektionierte er weiter. Im Jahre 1853 wurde das endgültige Ergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt, darüber existiert sogar ein historisches Foto. Ab den 1860er-Jahren fand die Sorte dann weite Verbreitung im Nordosten der USA und wurde als „Grape of the Millions“ bezeichnet.

Der erste (pasteurisierte) Traubensaft aus Concord-Trauben wurde von einem gewissen Dr. Thomas Bramwell Welch im Jahre 1869 produziert, der aus diesem Grund als Begründer der später expandierenden US-Fruchtsaftindustrie gilt. Sein Sohn Dr. Charles Edgar Welch (1852-1926) produzierte daraus eine Traubenmarmelade und nannte sie Grapelade.

Durch ihre ausgezeichnete Resistenz gegen die Reblaus wurde die Rebsorte zu Beginn der Reblaus-Katastrophe im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in großem Umfang auch in Europa und zwar vor allem Frankreich angebaut und rasch sehr beliebt. Letztlich konnte aber auch mit der Concord das Reblausproblem nicht gelöst werden.

Rund 75% aller Rebsorten im Osten der USA stammen von der Concord ab. Anlässlich des 150. Jahrestages der Selektion wurde 1999 im Museum von Concord die Ausstellung „The Concord Grape: An American Classic“ eröffnet. Sie erbringt Rotweine mäßigen Alkoholgehalts mit ausgeprägtem Foxton. Deshalb hat sie vor allem große Bedeutung in der Produktion von Süßwein, Schaumwein, Tafeltrauben, Traubensaft und Marmelade. Auch koscherer Wein wird aus ihr gewonnen.

In den USA belegte die Sorte Concord 2010 insgesamt 8.421 Hektar Rebfläche und ist hier vor allem im Osten weit verbreitet. In Österreich (Burgenland) wird Concord für die lokale Spezialität UHUDLER verwendet.

*Copyright by Wein-Plus Weinglossar